Wissenswertes

Hier eine Auswahl der Landessprachen

 

Wissenswertes rund um den Schwimmteich

Die Bauplanung

Die Bauplanung beinhaltet alle Elemente zur grundlegenden Vorbereitung für den Bau eines Schwimmteiches Folgende Entscheidungen müssen getroffen werden:
Wie groß soll der Teich werden (ab einer Größe von 100 m³ muss ein Bauantrag gestellt werden) ?
Welche Bodenverhältnisse sind vor Ort?
Soll es ein freimodulierter oder ein gemauerter Teich werden?
Gibt es Grundwasserprobleme, die den Bau einschränken bzw. nur
mit höheren Kosten ermöglichen?
Welche Ansprüche hegt der Auftraggeber für seinen Teich und sein Umfeld?
Welche Technik wird benötigt (hängt vom Anspruch des Auftraggebers ab)?
Steht finanzielles Kapital ausreichend zur Verfügung, um die Wünsche des zukünftigen Teichbesitzers in die Realität umsetzen zu können?
Wie viele Badegäste könnten den Teich nutzen?
Ist eine Form der Gefahrensicherung bei Kindern, Hunden etc. von Nöten?

Wenn alles abgesprochen und soweit vereinbart ist, erstellt der Bauleiter eine Zeichnung und entwirft dabei eine Kosten-Kalkulation für die gesamte Anlage.

Der Bepflanzungsplan


Pflanzen sind ein wesentlicher Bestandteil eines Schwimmteiches, da sie das Gefühl der Naturnähe vermitteln. Für einen normalen und gesunden Teich ist es wichtig, möglichst viele und unterschiedlich geartete Teichpflanzen einzusetzen, um dem Wasser Nährstoffe zu entziehen und der Anfangstrübung des Wassers entgegen zu wirken. Welche Pflanzen sich für Ihren Teich am besten eignen, lässt sich in einer umfassenden Beratung klären.

Die Uferzone

Die Uferzone ist der Bereich des Teiches, in dem durch Bewuchs einiger Pflanzen der natürliche Kreislauf stattfindet. Hier hat der Teich etwa die Tiefe von 5 cm. Bei der Gestaltung des Ufers ist zu beachten, dass die Folie am Rand nicht mit Erde überdeckt wird, da sonst das Wasser eventuell nach außen abfließen kann. Um ein solches Abfließen des Wassers zu verhindern, kann man einen schönen übergang vom Teich zum Garten gestalten. Dabei sind der Kreativität mit schönen Steinvarianten (Kantensteinen, Natursteinen), Ufermatten oder Holzpalisaden keine Grenzen gesetzt. Ufermatten eignen sich besonders gut zum Aussäen von Blumen- und Gräser-Mischungen, so dass der Teichrand einen wunderschönen natürlichen Abschluss findet.

Das Verlegen des Vlieses

Zum Schutz der Teichfolie und zur Verlängerung ihrer Haltbarkeit wird über die gesamte ausgehobene Fläche Vlies gelegt.
Vlies ist eine wollig-filzige Matte, die durch Abpolsterung die Teichfolie vor mechanischer Zerstörung wie spitzen Steinen und einwachsenden Wurzeln schützt.

Das Verlegen der Folie

Teichfolien müssen besonders elastisch, reiß- und kältefest sein. Da sie der Sonne ausgesetzt sind, ist auch auf eine hohe UV-Beständigkeit zu achten. Die Bearbeitung der Folie sollte sorgfältig und vorsichtig erfolgen, damit keine Schäden wie Risse entstehen. Nach dem Aushub muss vom Fachmann die Folie möglichst genau zugeschnitten und verschweißt werden, so dass sie passgenau auf das Vlies in die vorbearbeitete Teichgrube verlegt werden kann. In der Schwimmzone und über dem Wall muss besonders genau gearbeitet werden, damit in der Folie keine Falten entstehen.
Anschließend wird in die Schwimmzone Wasser eingelassen. Die Folie kann sich durch den Wasserdruck richtig einsenken und zieht durch ihr Gewicht eventuell noch Folie nach. Gleichzeitig ergibt sich eine erste Dichtigkeitsprobe. Bis zur Fertigstellung des Uferbereiches bleibt die Folie noch überlappend (ca 1/2 Meter) stehen. Später kann sie mit einem scharfen Messer zugeschnitten werden.

Das Füllen des Teiches

Beim Füllen des Teiches sind ebenfalls ein paar Punkte zu beachten. Wenn man den großen Teich mit nur einem Schlauch füllen lässt, kann das eine Weile dauern, daher sollte man bei den Pflanzen ein paar Vorbereitungen treffen. Gerade die Unterwasserpflanzen sollten schnellstmöglich unter Wasser gesetzt werden, damit sie nicht eingehen. Desweiteren sollte beachtet werden, dass keine zu starke Strömung entsteht, damit, wenn das Wasser den Rand des Walls in die Vegetationszone fließt, so wenig wie möglich Substrat aufgewirbelt wird. Ansonsten könnte man sich vorläufig in einem Schlammteich begnügen.

Die Impfung

Nach ca. einer Woche sollte der Teich "geimpft" werden.
Damit der biologische Kreislauf in Gang kommt, sollte man aus einem natürlich funktionierenden Biotop 5 – 10 Liter Wasser mit Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Rädertierchen abfüllen und in den neuen Teich geben. So wird das Wasser "lebendig" und alle Vorgänge zur Teichsäuberung werden automatisch stattfinden.
Sie können nun baden gehen und Ihren Teich in vollen Zügen genießen.


Hier noch ein paar kleine Hinweise zur Betreung eures Teiches für die verschiedenen Jahreszeiten:

Im Sommer

Im Sommer ist es wichtig, auf die Erhaltung der Pflanzen zu achten. Sie sollen nicht wuchern, noch sollen sie absterben. Dabei ist es wichtig sich um den Nährstoffausgleich zu kümmern. Durch abgelagerte Blätter kommt es zu einem erhöhten Nährstoffanteil im Wasser. Daher ist hier die Aufgabe, den Anteil etwas zu senken, ansonsten werden die Wasserpflanzen wuchern, bis sie keinen Schwimmbereich mehr haben. Die einzige Möglichkeit ist die ganzen pflanzlichen Ablagerungen zu entnehmen.

Im Winter

Ganz wichtig: Im Winter, wenn der Teich völlig zugefroren ist, sollte man im Teich ein Loch schneiden, damit giftige Gase entweichen und Sauerstoff herankommt. Falls man dies vergisst, wird man es eindeutig riechen, aber tun sie es auch ihrem Nachbarn zu Liebe. Als Hilfsmittel kann man sich auch einen Eisfreihalter einbauen lassen.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 21. Oktober 2011 um 00:27:20 Uhr.

 

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